29. November 2014
Andreas und Petra
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Maybe This Christmas

Weihnachtskrippe

Maybe this Christmas will mean something more
Maybe this year love will appear
Deeper than ever before
And maybe forgiveness will ask us to call
Someone we love
Someone we’ve lost
For reasons we can’t quite recall
Maybe this Christmas
Ron Sexsmith: Maybe This Christmas

Weihnachtskrippe
Weihnachtskrippe
Weihnachtskrippe

Die Farben und Klänge des Advents halten Einzug in unser Leben. Und seit vielen Jahren begleitet uns dabei das Lied »Maybe This Christmas« von Ron Sexsmith, vor allem in der Interpretation von Nils Landgren. In dieser besonderen Zeit des Erwartens ergaben sich für uns schon manche gewollte oder ungewollte Veränderungen. Menschen, die wir lieben, waren zum ersten Mal oder plötzlich nicht mehr bei uns. Dieses Jahr sind wir nun das erste Mal zu viert. Mit einer kleinen Apfelschwester, die seit fast zehn Monaten alles neu erlebt. Und mit einer großen Apfelschwester, deren Augen – wenn sie die Weihnachtszeit genauso intensiv erfahren wird, wie die Zeit um Sankt Martin – noch mehr leuchten werden als sie das ohnehin schon seit über drei Jahren tun.

21. November 2014
Andreas
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Und dein Herz nimmt Flügel,
und es schwingt sich hoch über Tränen und Tod.
Berge werden Hügel,
und du atmest auf, weil dich nichts mehr bedroht.
Und du fliegst ins Leben,
in ein Licht, das keine Schatten kennt.
Niemand muss dich heben,
fühlst dich federleicht, wie ein Traum, wie der Wind.

Und egal, wer dich geehrt hat:
Ob man bald noch von dir spricht, ist nun ganz einerlei.
Und egal, wer dich gebeugt hat:
Von den Herren dieser Welt bist du endlich ganz frei.
Und egal, ob sie gefüllt war, deine Zeit, oder leer:
Was nun auf dich wartet, ist auf jeden Fall mehr.
Du bist endlich am Ziel, da, wo ich auch hin will.

Und du siehst ihn wirklich, und er sagt:
Komm her, du, ich freu mich auf dich.
Und du spürst, er mag dich. Und du weißt,
er hat schon gewartet auf dich.
Er berührt dich zärtlich.
Und du siehst das Mal in seiner Hand.
Und du weißt, was Glück ist.
Und ich geb dich frei, das ist ab heute dein Land.
Jürgen Werth:
Und dein Herz nimmt Flügel

20. November 2014
Petra
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Apfelshirt

Apfelshirt

Seit September geplant und gerade noch rechtzeitig vor dem Advent sind endlich die Apfelshirts für die Apfelschwestern fertig. Die große will sich aber gerade nicht fotografieren lassen und die kleine ist so flink, dass kaum ein richtig scharfes Fotos möglich ist.

Apfelshirt
Apfelshirt

12. November 2014
Andreas
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Nimm deine Matte und geh

Was Jesus mit der großen kleinen Apfelfreundin und meiner Vorstellung eines geregelten Familienablaufs zu tun hat.

Da kamen vier Männer, die einen Gelähmten trugen. Weil sie wegen der vielen Menschen nicht bis zu Jesus kommen konnten, deckten sie über ihm das Dach ab. Durch diese Öffnung ließen sie den Gelähmten auf seiner Trage hinunter.
Markus 2,4

Wir lieben unsere Kinder von ganzem Herzen. Manchmal ist da jedoch diese kindliche Entschlossenheit der großen kleinen Apfelfreundin, etwas zu machen oder zu wollen, was ein gewisses Durcheinander vor allem in meine Vorstellung eines geregelten Familien­ablaufs bringen wird. Bevor ich dann zu einer richtungs­weisenden Erklärung anstimme, fällt mir Adrian Plass ein und was er in seinem Buch »Lasst die Enten doch rückwärts fliegen« zur Heilung des Gelähmten schreibt. Er meint, nicht wenige Leute fänden es sicher gut, wenn Jesus auf die Unverfrorenheit dieser vier frechen Kerlen so geantwortet hätte:

»Habt ihr darüber nachgedacht, dass ihr soeben ein Haus, das euch nicht gehört, in strafbarer Weise mutwillig beschädigt habt? Nein? Es kommt überhaupt nicht in Frage, dass ihr euch durch einen so unfreundlichen und gedankenlosen Akt Zugang zu mir verschafft. […] Meint ihr, es gäbe tatsächlich eine Rechtfertigung für euren unverschämten Versuch, sich an denen vorbeizudrängen, die so geduldig gewartet haben, indem ihr euren Freund durchs Dach an der Schlange vorbeischmuggelt?«

Ähnlich bestimmt würden sich dann wohl auch meine erzieherischen Ausführungen gegenüber der großen kleinen Apfelfreundin anhören.

»Ihr zieht ihn wieder hoch. Dann sucht ihr den Besitzer des Hauses auf, entschuldigt euch bei ihm und bezahlt ihm den Schaden an seinem Dach. Und dann stellt ihr euch draußen ganz hinten in der Schlange an und lasst euch von Petrus eine Nummer geben.«

Wem wäre geholfen, wenn Jesus tatsächlich so ausgedehnt reagiert hätte? Gut, vielleicht dem Hausbesitzer. Aber der Gelähmte wäre weiterhin gelähmt, die vier Freunde wären frustriert, die regel­konform in der Schlange stehenden Leute müssten noch länger geduldig darauf warten, endlich an der Reihe zu sein. Und Petrus hätte die Taschen voller Nummern.

»Nimm, deine Matte und geh«, sagte Jesus zum nun nicht mehr Gelähmten. – »Also gut«, sage ich zur großen kleinen Apfelfreundin.

Hat Jesus nachgegeben? Wohl kaum. Vielmehr reagiert er so entspannt, weil er den Gelähmten und seine vier entschlossenen Freunde von ganzem Herzen liebt. – Eben.

6. Oktober 2014
Andreas und Petra
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Fahrradausflug zur Lokomotive

Fahrradausflug zur Lokomotive

Die Mädels haben heute zusammen mit Opa Dieter einen Fahrradausflug zur Lokomotive bei der Hochschule Offenburg gemacht. Die große kleine Apfelfreundin freut sich schon sehr darauf, wenn wir dann im nächsten Sommer wieder mit dem »Rasenden Roland« auf Rügen fahren.

Fahrradausflug zur Lokomotive
Fahrradausflug zur Lokomotive
Fahrradausflug zur Lokomotive
Fahrradausflug zur Lokomotive
Fahrradausflug zur Lokomotive
Fahrradausflug zur Lokomotive

6. September 2014
Andreas
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Die Rede des Friseurs

Dunkle Gedanken über Idealismus und Naivität. Und über die Angst, nichts tun zu können.

Im siebzehnten Kapitel des Evangelisten Lukas steht: Gott wohnt in jedem Menschen. Also nicht in einem oder einer Gruppe von Menschen. Vergesst nie, Gott lebt in euch allen, und ihr als Volk habt allein die Macht, die Macht Kanonen zu fabrizieren, aber auch die Macht Glück zu spenden. Ihr als Volk habt es in der Hand, dieses Leben einmalig kostbar zu machen, es mit wunderbarem Freiheitsgeist zu bedringen. Daher im Namen der Demokratie: lasst uns diese Macht nutzen, lasst uns zusammenstehen! Lasst uns kämpfen für eine neue Welt, für eine anständige Welt, die Jedermann gleiche Chancen gibt, die der Jugend eine Zukunft und den Alten Sicherheit gewährt.
Charles Chaplin, 1940

Diese Worte sind nahezu genauso alt, wie der Beginn des zweiten Weltkriegs her ist, und haben an Deutlichkeit und Wirkung nichts verloren. Sie stammen aus dem Film »Der große Diktator«, in dem ein jüdischer Friseur gegen Ende mit dem »tomanischen« Führer »Anton Hynkel« verwechselt wird und nun eine Rede vor dem Volk halten soll. Manche mögen über den Idealismus solcher Worte lachen. Vor 75 Jahren und heute. Manche mögen die Rede als Farce und »Gutmenschentum« abtun. Aber was bedeutet es schon, ein »Gutmensch« zu sein?

Anstatt sich mit erhobener Faust gegen die Missstände dieser Welt zu erheben, anstatt mit erhobener Faust von Gott und den Menschen zu fordern, dem Kriegstreiben und der Kriegsrhetorik unserer Zeit ein Ende zu setzen, werden wir im Gottesdienst am Sonntag nächste Woche gemeinsam ein Lied singen, in dem es heißt:

Manchmal denk ich traurig: Ich bin viel zu klein! Kann ja doch nichts machen! Und dann fällt mir ein: Erst einmal beginnen. Hab ich das geschafft, nur nicht mutlos werden, dann wächst auch die Kraft. Und dann seh ich staunend: Ich bin nicht allein. Viele Kleine, Schwache stimmen mit mir ein: Alles muss klein beginnen. Lass etwas Zeit verrinnen. Es muss nur Kraft gewinnen, und endlich ist es groß.
Gerhard Schöne
Alles muss klein beginnen

Ist das naiv? Ja, das ist es. Aber was bleibt als Alternative?