Als wir im Januar 2025 – einen Tag vor dem Internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus – zusammen mit den Kindern »Die Sendung mit der Maus« angeschaut hatten, machte sich die kleine Apfelschwester noch am selben Tag mit mir auf den Weg, um die Stolpersteine in nächster Nähe zu erkunden.
Heute hat sie zum ersten Mal bei der Gedenkaktion von »Aufstehen gegen Rassismus Offenburg« mitgemacht und gemeinsam mit anderen Aktivist*innen mit Eimer, Wasser, Bürste und viel Sorgfalt die Stolpersteine in der Offenburger Innenstadt geputzt. Steine, die nicht einfach Teil des Gehwegs sind, sondern Mahnmale und Erinnerungszeichen an Menschen, die hier gelebt haben und deren Leben durch die Verbrechen des Nationalsozialismus ausgelöscht wurde. Das Putzen wurde so zu einem sichtbaren Zeichen des Gedenkens: Wir vergessen nicht. Wir schauen hin. Wir geben den Namen und Geschichten der Opfer einen achtsamen Raum.
Mich bewegt es sehr, dass meiner Tochter dieses Erinnern ebenso wichtig ist. Dass sie nicht nur zuhört, sondern selbst aktiv werden will, mit offenen Augen, offenem Herzen und festem Willen die Erinnerung wachzuhalten und dafür zu sorgen, dass für Faschismus kein Platz in dieser Welt sein darf.









