Apfelfreund*innen

Persönliche Website der Familie Matern

  •  Startseite
  • Andreas
  • Petra
  • Leben
  • Kreativ
  • Unterwegs
  • Worte
  • Solidarität
  • Hoffnung
  • Knobeln
  • Geschichten
  • Doktor Apfelfreund

Stichwort: Meinung

  • Antifaschismus, Demonstrieren, Elternprotest, Frieden, Solidarität

Demokratie verteidigen

Andreas am 12. August 2026

Rechtsextreme arbeiten nicht mit Argumenten. Darum reicht politische Auseinandersetzung allein nicht. Die Demokratie muss ihre Schutzmechanismen nutzen. Ein Parteiverbotsverfahren ist keine Kapitulation, sondern letztlich eine demokratische Verpflichtung.

Mein Leserbrief in der Badischen Zeitung zu einem Interview mit dem Offenburger Anwalt Kirpes, warum ich dessen Ablehnung eines AFD-Verbotsverfahren für falsch und gefährlich halte:

Im Interview mit Herrn Kirpes entsteht der Eindruck, man müsse sich entscheiden: Entweder politische Auseinandersetzung mit der AFD oder ein Verbotsverfahren, was einer Kapitulation gleichkäme. Das halte ich für falsch und gefährlich, denn Rechtsextreme setzen nicht auf Argumente, sondern auf aggressive Affekte, gegen die Rationalität nicht ankommt. Genau deshalb reicht politische Auseinandersetzung nicht aus.

Schade finde ich, dass die über 1000 Juristinnen und Juristen, die ein Verbotsverfahren fordern, im Interview inhaltlich kaum vorkommen. Niemand hält politische Arbeit für überflüssig. Im Gegenteil: Politische Kante und verfassungsrechtliche Prüfung gehören zusammen.

Das bestätigt auch das Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte: Acht Expertinnen und Experten haben drei Millionen Texteinheiten ausgewertet und kommen zum Schluss, dass ein Verbotsverfahren gute Erfolgsaussichten hätte. Die AFD verfolgt verfassungswidrige Ziele und verletzt die Menschenwürde ganzer Bevölkerungsgruppen.

Herr Kirpes warnt vor einem »Märtyrerstatus«. Doch eine wehrhafte Demokratie darf ihre Schutzmechanismen nicht aus Angst vor denen unterlassen, die sie bekämpfen. Ein Verbotsverfahren nach Artikel 21 GG ist keine Verlegenheitslösung, sondern genau für solche Fälle gedacht und zudem nicht nur eine Option, sondern vielmehr eine Verpflichtung.

Die Frage lautet nicht: Politisch stellen oder Verbotsverfahren? Sondern wie wir unsere Demokratie mit allen Mitteln verteidigen.

  • Warum der Offenburger Anwalt Kirpes ein Verbotsverfahren ablehnt
    (Badische Zeitung)
  • Warum ich das für falsch und gefährlich halte (Badische Zeitung)
  • AFD-Gutachten (Gesellschaft für Freiheitsrechte)

Kategorie: Leben Stichworte: Antifaschismus, Meinung, Solidarität

Alles ist fertig

Andreas am 26. Juni 2026

Kurze und knackige Sinnsprüche auf Plakaten und die dazu passende Typografie haben mich schon immer fasziniert. Der folgende war einer der ersten dieser Sprüche, die mir nicht mehr aus dem Kopf gingen und der mittlerweile bei mir zuhause wie auch im Büro an der Wand hängt:

Alles ist fertig; es muss nur noch gemacht werden.

Entdeckt bei Erik Spiekermann, ein Satz, der mich seitdem mit seiner trockenen Selbstverständlichkeit begleitet hat. Heute wie ein Brennglas, das sich über politische Realitäten legt, die sich nicht länger ignorieren lassen: Klimakollaps, Krieg, Faschismus.

Gestern hat die Gesellschaft für Freiheitsrechte ein umfangreiches Gutachten veröffentlicht. Schon in der interaktiven Zusammenfassung des mehrere tausend Seiten umfassenden Dokuments wird mit großer Sorgfalt und wissenschaftlicher Evidenz dargelegt, dass zentrale Positionen und Handlungen der AFD nicht mit den Grundprinzipien der freiheitlich-demokratischen Grundordnung vereinbar sind.

Die Schlussfolgerung des Gutachtens ist eindeutig und führt zu einer klaren Konsequenz: Diese Partei ist verfassungswidrig und muss verboten werden. Die Demokratie ist in ernster Gefahr. Ihre Rettung scheitert nicht an fehlenden Informationen, sondern an fehlender Entschlossenheit. Das Gutachten liefert die Grundlage. Die Verfassung liefert das Werkzeug: ein Prüfverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht. Alles ist fertig; es muss nur noch gemacht werden.

  • AFD-Gutachten (Gesellschaft für Freiheitsrechte)
  • Die AFD ist verfassungswidrig. Schreibe jetzt deinen Abgeordneten.

Kategorie: Leben, Worte Stichworte: Antifaschismus, Meinung, Solidarität, Typografie

Wehret den Anfängen

Andreas am 8. Februar 2025

Wehret den Arschlöchern

Wer bei den heutigen Ereignissen noch von »Wehret den Anfängen« redet im Zusammenhang mit dem, was wir damals erlebt haben, hat überhaupt nichts begriffen.

Michel Friedmann im Januar 2018

Das habe ich mir zu Herzen genommen und mein Plakat für die heutige Demonstration in Offenburg für Demokratie, Toleranz und Respekt entsprechend gewählt. Mit mehreren tausend Menschen sind wir bei der wohl größten Demonstration in Offenburg seit 1848 vom Platz der Verfassungsfreunde zum Marktplatz marschiert und haben abermals ein Zeichen gegen Rechts gesetzt.

AFD-Verbot Demonstration für Demokratie, Toleranz und Respekt Demonstration für Demokratie, Toleranz und Respekt

Vor einem Jahr hat mir gut gefallen, dass wir im Gegensatz zu anderen Nicht-Demokraten auf unseren Demonstrationen ohne Galgen und Gewaltandrohungen auskommen. Ich will weiterhin keine Galgen und keine Gewalt, doch wird der Kampf um die Menschenrechte und die Demokratie vielleicht zu höflich geführt? Wir brauchen mehr als nur freundliche Worte. Wir brauchen einen aggressiven Humanismus, der aufsteht, laut ist und handelt.

  • In Offenburg demonstrieren mehrere Tausend Menschen (SWR)
  • Erneut demonstrieren 5000 in Offenburg (Badische Zeitung)
  • Aggressiver Humanismus (Zentrum für Politische Schönheit)
  • Die Brandmauer sind wir – Demoplakate zum selber Ausdrucken (taz)

Kategorie: Leben Stichworte: Antifaschismus, Demonstrieren, Meinung, Solidarität

Fünftausend Menschen und keine Galgen

Andreas am 20. Januar 2024

Heute haben in Offenburg fünftausend Menschen ein Zeichen gegen Rechts gesetzt und für Toleranz, Respekt und Vielfalt demonstriert. Etwas ist mir auf der Demo aufgefallen: Wir demonstrieren gegen Rechte, Nazis, Rassist*innen und Faschist*innen. Und nirgends ist ein Galgen zu sehen. Wir sind eben Demokrat*innen.

Fünftausend Menschen setzen in Offenburg ein Zeichen gegen Rechts Fünftausend Menschen setzen in Offenburg ein Zeichen gegen Rechts Fünftausend Menschen setzen in Offenburg ein Zeichen gegen Rechts

#SchlussMitDerGeduld #NazisRaus #AFDVerbot

  • AFD-Verbot (Politische Schönheit)
  • Recherche: Geheimplan gegen Deutschland (CORRECTIV)
  • 5000 Menschen setzen in Offenburg ein starkes Zeichen gegen Rechts
    (Badische Zeitung)

Kategorie: Leben Stichworte: Antifaschismus, Demonstrieren, Meinung, Solidarität

Kinder, Kirche und Corona (2)

Andreas und Petra am 26. August 2021

  • Was bisher geschah: Kinder, Kirche und Corona (1) – 21. Juli 2021

Nach über fünf Wochen gibt es noch keine Reaktion der Evangelischen Kirchengemeinde Offenburg. Also stellt Andreas am 24. August nochmals die immer dringendere Frage, welche Vorbereitungen getroffen werden bzw. Schutzmaßnahmen geplant sind für die Kindertagesstätten der Kirchengemeinde.

Als Antwort will ich nicht hören, was die Stadt, das Land oder der Staat planen. Ich will hören, was die Kirchengemeinde plant. Mir geht es dabei nicht nur um Luftfilter, sondern vielmehr um konkrete Konzepte. Und nicht zuletzt geht es mir um eine glaubhafte Willenserklärung, dass der Kirchengemeinde das Kindeswohl in dieser besonderen Ausnahmesituation tatsächlich am Herzen liegt. Denn nicht einmal das habe ich deinen und euren bisherigen Antworten entnehmen können.

Aber nicht nur die Evangelische Kirchengemeinde Offenburg versteckt sich hinter Stadt, Land und Staat. Auch von der Evangelischen Landeskirche in Baden und der Evangelischen Kirche in Deutschland haben wir bisher nichts zum Infektionsschutz von Kindern in den Kindertagesstätten der Kirche gehört.

Tweet

Und während der Bundesgesundheitsminister mitteilt: »Jeder Nichtgeimpfte wird sich im Herbst und Winter mit nahezu hundert Prozent anstecken.« und damit vor allem die ungeimpften Kinder unter 12 Jahren meint, ist den Verantwortlichen der Evangelischen Kirchengemeinde Offenburg vielleicht immer noch nicht bewusst, welches Risiko sie mit ihrem Nichthandeln eingehen und welche Schuld sie sich aufladen, sollte im Herbst auch nur ein einziges Kind aufgrund nicht vorhandener Schutzmaßnahmen in einer Kindertagesstätte der Kirchengemeinde erkranken.

Die Stadt, das Land und der Staat sind diejenigen, die die Infizierung unserer Kinder billigend und gewissenlos in Kauf nehmen. Eine Kirche, die dazu schweigt und nichts dagegen tut, ist nicht meine Kirche.

Umso mehr hoffen wir trotz allem immer noch darauf, dass die Evangelische Kirche eine Antwort bereithält, die tatsächlich das Wohl der Kinder im Blick hat. Die Verzweiflung ist groß und wächst weiter.

Kategorie: Leben Stichworte: Corona, Kirche, Meinung

  • 1
  • 2
  • 3
  • …
  • 7
  • Ältere Beiträge 

Wichtige frühere Beiträge

  • Opas Engel und die Frage:
    »Papa, gibt es Nazis auch heute noch?«
  • Das rote Haus in einer kleinen Stadt
    »Warum sagen alle JA und warum sagt keiner NEIN?«
  • Die Rede des Friseurs
    Über Idealismus, Naivität und die Angst, nichts tun zu können
  • Die Träumer sind die Ersten
    Die Klugen werden leise, die Dummen werden schrein
  • Für die Mutigen
    Gegen die Lüge und für die Aufrichtigkeit
  • Nimm deine Matte und geh!
    Über Jesus, unsere Kinder und die Vorstellung eines geordneten Familienablaufs
  • Life can only be understood backwards
    But it must be lived forwards

Aktuelle Beiträge

  • Demokratie verteidigen 12. August 2026
  • Alles ist fertig 26. Juni 2026
  • Stolpersteine putzen 22. November 2025
  • Großes Würfelauspacken 7. August 2025
  • Sommer im Tonstudio 3. August 2025
  • Logik statt Magie 12. Juli 2025
  • Wehret den Anfängen 8. Februar 2025
  • Lochkarten 25. Januar 2025
  • Advent im Tonstudio 23. Dezember 2024
  • Neuer Würfelrekord 27. Juli 2024

Stichworte

12 von 12 Advent Antifaschismus Ausflüge Basteln Bauernhof Bücher Computer Corona Demonstrieren Engel Filzwolle Frieden Frühling Garten Gebete Geburt Geschichten Gitarre Herbst Hoffnung Kirche Klima Kunst Malen Meinung Musik Musizieren Mystik Ostern Ostsee Rügen Schwarzwald Schweden Solidarität Sommer Spielen Taijiquan Trauer Typografie Urlaub Videos Weihnachten Winter Zauberwürfel

Über uns

  • Andreas und Petra mögen Äpfel, den Norden und die Ostsee. Sie schätzen Offenheit, Toleranz und Gelassenheit und sind mit Herz und Verstand die Eltern von drei Kindern.
  • Mehr über Andreas
  • Mehr über Petra

Mehr von uns

  • Alle Links auf einen Blick
  • Andreas bei Bluesky
  • Petra bei Bluesky

Kontakt, Impressum, Datenschutz

  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Diese Website verwendet Matomo und wertet Besucherzugriffe statistisch aus. Dabei werden keine Cookies verwendet.

Nach oben • Bestimmte Rechte vorbehalten:  CC BY-NC-SA 4.0 DEED • Made with • Powered by WordPress and Genesis Framework • Anmelden