Apfelfreund*innen

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Kategorie: Leben

Herbstlaubfische

Petra am 8. Oktober 2017

Herbstblätterfische

An einem verregneten Herbstsonntag träumen die Mädels vom Meer und basteln mit Herbstlaub und Wasserfarben bunte Fische.

Kategorie: Kreativ, Leben Stichworte: Basteln, Herbst

Neuer Kollege

Andreas und Petra am 7. Oktober 2017

Bronzeengel

Der neue Kollege wird vom erfahrenen Profi eingearbeitet.

  • Andere Zeiten – Ich geb dir einen Engel mit

Kategorie: Leben Stichworte: Engel, Hoffnung

Opas Engel

Andreas am 24. September 2017

Ein weiteres wichtiges Buch, das ich meinen Kindern oft vorlese, ist »Opas Engel«, eine kleine Bildergeschichte von Jutta Bauer.

Großvater erzählte gern. Er erzählte immer, wenn ich ihn besuchte …

»Junge, mir konnte keiner was.«, erzählt der Großvater seinem Enkelkind. Von der Zeit, als der Großvater selbst ein Kind war. Von seinen Abenteuern auf dem langen Schulweg. Wie er auf die höchsten Bäume klettert und in die tiefsten Seen springt. Immer furchtlos und mutig. Was der Großvater nicht weiß, wir aber sehen: ein Engel beschützt ihn vor schnellen Autos und tiefen Löchern, vor bösen Dieben und aggressiven Gänsen, vor großen Hunden und wilden Raufbolden.

Opas Engel

»Feige war ich nie. Damals wusste ich nicht, wie gefährlich das sein konnte.
Mein Freund Josef wusste es. Er hatte viel mehr Angst.
Irgendwann verschwand er plötzlich. Ich sah ihn nie wieder und war sehr traurig.«

An dieser Stelle schweigen wir beim Vorlesen erst einmal. – Und dann kommen immer wieder die gleichen Fragen: »Papa, was ist mit Josef passiert?«, »Papa, was sind Nazis?«

Und schließlich die Frage: »Papa, gibt es Nazis auch heute noch?«
Und wie gerne würde ich sagen können, dass in dieser Welt kein Platz mehr ist für Rassismus und Menschenfeindlichkeit. Aber leider ist dem nicht so und ich werde zukünftig sogar zugeben müssen, dass hier in Deutschland dreizehn von hundert Leuten dieses schreckliche Gedankengut unterstützen und heute dafür gesorgt haben, dass Nazis im Deutschen Bundestag eine Stimme haben.

Das Leben des Großvaters geht weiter. Er übersteht den Krieg und den Hunger, findet Arbeit, verliebt sich. Sein Kind wird geboren. Er baut ein Haus, kauft sich ein schnelles Auto und wird zu dem Großvater, der er heute ist. Und immer ist der Engel bei ihm und wacht über ihn. »Ich hatte viel Glück«, meint er über sein Leben.

Großvater wurde müde und schloss die Augen. Ich ging leise raus.
Draußen war es noch hell und warm! Was für ein schöner Tag es war.

Schließlich stirbt der Großvater. Erleichtert und mit einem Lächeln im Gesicht. Opas Engel wird nicht mehr gebraucht und so wird dieser nun zum Engel des kleinen Enkelkinds.

  • Jutta Bauer: Opas Engel, 2001

Kategorie: Leben, Worte Stichworte: Antifaschismus, Bücher, Engel, Geschichten, Meinung

Eines der wichtigsten Bücher

Andreas am 2. September 2017

Das rote Haus in einer kleinen Stadt

Eine Geschichte, die 1969 von Elisabeth Borchers veröffentlicht wurde, fand Jahre später als Hörspiel auf der B-Seite einer Langspielplatte den Weg zu mir als Kind.

»Ihr, Leute!«, ruft der neue Bürgermeister von seinem Balkon herunter. »Hoch! Hoch! Hoch!«, rufen die Leute zu ihm hinauf. Der Bürgermeister will, dass es den Leuten gut geht. Damit das gelingt, muss es sauber und ordentlich sein. Die Leute sind begeistert und machen sich an die Arbeit. Noch am selben Abend ist kein Stäubchen mehr zu sehen. Dem Bürgermeister ist die Stadt aber noch zu bunt. Wieder machen sich die Leute enthusiastisch auf und streichen ihre Häuser grau. Doch nun sind dem Bürgermeister die Leute selbst zu bunt. Also schneidert man sich schnell neue Kleider in einer einheitlichen Farbe: Grau.

»Aber was nützen uns die besten Kleider, wenn einer JA sagt und einer NEIN?«

Der Bürgermeister will mehr und hat sich schon einen schönen Satz ausgedacht, der von nun an von allen und immer gesagt werden soll: ALLES IST GUT SO.

Gar nichts ist gut. Der Bürgermeister wird zum Diktator und die Leute zu Jasagern in einer Stadt, in der nur noch gelacht werden darf.

Doch dann geschah es. Mariechen saß in der Ecke und weinte.
»Bist du krank?«, flüsterte die Mutter erschreckt.
Mariechen schüttelte den Kopf und weinte lauter.
Die Nachbarn liefen herbei und sahen entsetzt zum Fenster herein.
»Warum weinst du?«, fragte der Vater.
»Ich weine, weil ich nicht weinen darf«, sagte Mariechen.

Der Vater sah Mariechen ins Gesicht und dachte: »Was hat Mariechen doch für schöne Tränen, kugelrund und blankgeputzt.« Und dann dachte er: »Warum darf Mariechen denn nicht weinen? Warum dürfen die Frauen keine bunten Kleider tragen und die Kinder keine bunten Schützen?« Und dann dachte er: »Warum sagen alle JA und warum sagt keiner NEIN?« Und dann dachte er noch: »Ich will warten, bis es Nacht wird.« Und als es Nacht war, nahm er Leiter und Farbe, Eimer und Pinsel und strich sein Haus rot an.

Dieses eine rote Haus reißt die Leute aus ihrer Uniformität und Willenlosigkeit. Ihnen werden Augen und Ohren geöffnet. Der Bürgermeister wird verjagt.

Vom anderen Ende der Straße kamen Leute und machten Musik.
Und die Leute riefen: »Ja, so soll es sein.«
Und so fing alles neu an.

Heute gibt es die Geschichte von Elisabeth Borchers nur noch gebraucht, für ein paar Euro, als kleines Taschenbuch und vielleicht mit etwas Glück als abgegriffene gebundene Ausgabe. Ich habe mir einige Exemplare gesichert und lese meinen Kindern oft und gerne leidenschaftlich daraus vor. Erst heute habe ich ihnen dabei wieder gesagt, dass dies wohl eines der wichtigsten Bücher ist, das ich ihnen jemals vorlesen werde, und wie sehr ich mir wünsche, dass sie es einmal auch ihren Kindern vorlesen werden.

  • Elisabeth Borchers: Das rote Haus in einer kleinen Stadt, 1969

Kategorie: Leben, Worte Stichworte: Antifaschismus, Bücher, Geschichten, Meinung

Tanzen Pur 2017

Andreas und Petra am 23. Juli 2017

Tanzende Schlafmützen

Seit Tagen und Wochen ist die große Apfelschwester im Tanzfieber und probt für ihren Auftritt bei der Tanzshow »Tanzen Pur 2017« unter der Leitung von Julia Kircher. Am Wochenende erleben wir alle eine großartige Show mit bestens gelaunten und hellwachen »tanzenden Schlafmützen« und vielen anderen ganz wundervollen Darbietungen. Die große Apfelschwester ist so begeistert bei der Sache, dass Andreas einige Tränen des Vaterstolzes vergießt.

Tanzende Schlafmützen Tanzende Schlafmützen Tanzende Schlafmützen

Mit freundlicher Genehmigung von Julia Kircher, die darum gebeten hat, dass keine Kinder zu erkennen sind.

Wir sind froh und dankbar, dass die große Apfelschwester bei Julia Kircher in der tänzerischen Früherziehung dabei sein kann. Nicht nur beim Auftritt und den Proben, sondern auch in den Unterrichtsstunden erleben wir Julia Kircher als eine achtsame und fürsorgliche Tanzlehrerin, die es sehr gut versteht, die Begeisterung für das Tanzen zu entzünden und brennen zu lassen. Im Herbst wird dann auch die kleine Apfelschwester mit der tänzerischen Früherziehung beginnen, was sie heute schon vor lauter Vorfreude im Wohnzimmer tanzen lässt.

  • Von HipHop zu Spitzentanz – 29. Juli 2017 (Badische Zeitung)
  • Mehr als 200 Akteure überzeugten – 26. Juli 2017 (Baden Online)
  • Tanz- und Ballettstudio Marcus Wegel unter der Leitung von Julia Kircher

Kategorie: Leben Stichworte: Tanzen

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Wichtige frühere Beiträge

  • Opas Engel und die Frage:
    »Papa, gibt es Nazis auch heute noch?«
  • Das rote Haus in einer kleinen Stadt
    »Warum sagen alle JA und warum sagt keiner NEIN?«
  • Die Rede des Friseurs
    Über Idealismus, Naivität und die Angst, nichts tun zu können
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  • Andreas und Petra mögen Äpfel, den Norden und die Ostsee. Sie schätzen Offenheit, Toleranz und Gelassenheit und sind mit Herz und Verstand die Eltern von drei Kindern.
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